
Katie Melua „Ich liebe Deutschland und freue mich, hier zu spielen!“
Die außergewöhnliche Musikgeschichte, die KATIE MELUA seit drei Jahren konstant und sehr erfolgreich schreibt, fand nun mit der Veröffentlichung ihres dritten Albums „Pictures“, ihre Fortsetzung und der dazugehörigen Deutschlandtour. Ihr Senkrechtstart 2003 mit dem Debütalbum „Call Off The Search“, mischte die gesamte, weltweite Musikszene auf. Das aktuelle Album errang die Spitzenpositionen der Charts gleich in mehreren Ländern. Alleine in Deutschland steht das Album mittlerweile bei 7-fach Gold und bewegt sich stetig auf 4-fach Platin zu. Bisher erhielt sie Auszeichnungen wie z.B. 2004 und 2005 als „meist verkaufte weibliche Künstlerin in England“, 2006 „als erfolgreichste Künstlerin Europas“ durch die ifpi (Verband der europäischen Musikindustrie) und die „Goldene Kamera“ in der Kategorie „Pop international Solo“ sowie den Echo 2005 als „Newcomer international“ und 2007, als „Künstlerin international“.
Ihre Stimme und ihr Charisma faszinieren die Konzertzuschauer weltweit, doch trotz diesem Weltruhm ist der Weltstar bodenständig geblieben. Vor ihrem ausverkauften Konzert in der Münchner Olympiahalle am 11. April 2008 hat sich die facettenreiche und ausdrucksstarke Künstlerin Zeit für ein Gespräch mit uns genommen. Katie, Du bist ja nun schon seit einiger Zeit auf Deutschland-Tour unterwegs. Wie gefällt es Dir hier? Ich war schon sehr oft hier und ich liebe es. Die Menschen haben ein sehr intensives Kunstverständnis, nicht nur in der Musik, auch in anderen Bereichen. Ich werde in Deutschland jedes Mal toll aufgenommen. Wenn Du schon oft hier warst, kannst Du etwas deutsches sagen? Das kann ich leider nicht. Ich kann nur „Danke“ sagen. Das ist ziemlich wenig, ich sollte mehr lernen. Was war das Komischste, was Du in Deutschland erlebt hast? Oh, ich hatte einige Erlebnisse. Einmal, das ist allerdings weniger komisch, eher peinlich, hab ich mich in Bonn verlaufen. Wir waren in einem Hotel auf einem Berg inmitten von Wald untergebracht. Ich fand die Gegend sehr schön und ging spazieren. Als ich zurückgehen wollte, merkte ich, dass ich mich verlaufen hatte. Zum Glück traf ich eine Taxi. Der Fahrer brachte mich zu meinem Hotel zurück, von dem ich mir noch nicht einmal den Namen gemerkt hatte. Du bist ja unheimlich viel auf Tour. Gibt es da die Möglichkeit, zwischendurch zu entspannen? Wenn ich Zeit habe, hänge ich mit der Band rum, ich entspanne dann und wir schauen Filme und trinken etwas. Produzierst Du deine Alben selbst? Nein, ich habe einen Produzenten, sein Name ist Mike Batt. Er hat alle meine Alben produziert. Wir werden auch weiterhin zusammen arbeiten, denn er ist auch mein Manager und arbeitet für meine Plattenfirma. Aber vom kreativen Blickpunkt her, wird er mein nächstes Album nicht mehr produzieren können. Mike Batt hat viele Lieder für Dich geschrieben. Willst Du in Zukunft Deinen eigenen Weg gehen? Nun, wir haben diese beschriebene künstlerische Zusammenarbeit. Momentan ist es schwer zu sagen, wie es weitergehen wird. Gibt es jemanden mit dem Du unbedingt einmal zusammen arbeiten möchtest? Im Moment steht meine eigene Entwicklung im Vordergrund. Ich möchte noch an mir und meinem Ausdruck arbeiten. Es gibt viele verschiedenen Richtungen, in die ich mich ausprobiere. Einen speziellen Künstler gibt es nicht, aber wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich gern mal mit Joni Mitchel arbeiten. Die Texte Deiner Lieder schreibst Du selbst, woher kommt die Inspiration? Eigentlich sind es viele Dinge, die meine Songs und die Art der Texte beeinflussen. Oft ist es so, dass mich Dinge berühren oder mir das Gefühl der Stärke geben, dann möchte ich das in meiner Musik verarbeiten. Wie hast Du Deinen eigenen Stil gefunden? Ich habe meinen eigenen Weg bisher nicht gefunden. Es ist ein stetiger Prozess von vielerlei künstlerischen Zusammenarbeiten. Laut einer Statistik, bist Du die meistgespielte Sängerin bei Geburten und Beerdigungen. Haben Deine Lieder eine bestimmte Intention? Ach wirklich? Das war keine Absicht. Wenn ich eine Geschichte schreibe, verfolge ich dabei kein spezielles Ziel. Ich nehme meine Musik sehr ernst, dafür setze ich all meine Energie und Zeit ein. Dabei inspiriert mich seelenvolle Musik, Musik die das Herz anspricht, Songs die bewegen. Das sind Elemente die ich verarbeite, ich versuche Gefühle und eigene Erfahrungen in meinem eigenen Werk auszudrücken. Aber auch andere Musiker beeinflussen mich, zum Beispiel Joni Mitchel, Leonard Cohen oder Bob Dylan. Spielt dabei auch Religion eine Rolle? Ich komme aus Georgien, einem Christlich-Orthodoxen Land, aber meine Familie ist nicht religiös. Ich denke, der Glaube ist das was mich interessiert. Religion ist von den Menschen gemacht, aber Glaube ist ein wunderbares Vertrauen in das Göttliche. Hat sich Dein Leben mit dem Erfolg verändert? Wie gehst Du mit dem großen Interesse um Deine Person um? Ja, natürlich. Aber das verändert sich Tag für Tag. Du entwickelst eine Routine und gewöhnst dich daran. Deshalb ist es nicht schwer damit umzugehen. Ich habe auch das Glück eine gewisse Anonymität behalten zu haben. Ich habe durch den Erfolg nicht wirklich etwas verloren. Ich kann immer noch alles machen, da habe ich es wirklich gut. Am 14. August spielt Du in Coburg auf dem Schlossplatz. Worauf dürfen sich Deine Fans bei dem Open-Air auf dem Schlossplatz freuen. Ich werde viele Songs aus allen drei bisherigen Alben spielen und wir haben eine wirklich gute Show zusammengestellt. Ich versuche eine starke Verbindung mit den Fans herzustellen, denn ich versuche immer so persönlich wie möglich mit dem Publikum umzugehen. Das Album „Pictures“ Jetzt also die Weiterführung dieser „Bilderbuchkarriere“ mit dem dritten Album „Pictures“, das erneut mit ihrem Produzenten und Entdecker Mike Batt aufgenommen wurde. „Eines der Dinge die ich nach drei Alben gelernt habe ist, dass man nie weiß was passieren wird, wenn man zum Aufnehmen ins Studio geht. Die Tatsache, das ich nun ein bißchen älter bin, unterschiedliche Interessen und mehr Erfahrungen habe und mich als Künstlerin entwickeln konnte, ist der Unterschied von „Pictures“ zu den zwei Vorgängern. Ich wollte nicht versuchen, dem Erfolg der vorherigen Alben nachzueifern aber ich hatte auch nicht das Bedürfnis etwas zu ändern, nur um der Änderung willen oder jemandem außer mir selbst gerecht zu werden“ erkärt Katie. Den Anfang macht der Song „Mary Pickford“, ein poetisch, musikalischer Tribut an die großen goldenen Zeiten, der auch die Klangfarbe des neuen Albums inspirierte. Das hoffnungslos romatische „It’s All In My Head“, das optimistische, mit einem Blick auf die globale Verwüstung, „If The Lights Go Out“, steht gleich neben der bittersüßen Geschichte über Liebe und Abscheu in „What I Miss About You“. Mit der ersten Single „If You Were A Sailboat“ zeigt sich wieder ihr Faible für Balladen und bei „Perfect Circle“, welches Katie gemeinsam mit Molly McQueen geschrieben hat, ist auch ein klassischer Katie Melua Song auf dem Album zu finden. Auch filmische Themen sind mit „Scary Films“ und aus dem Western-Genre „Dirty Dice“, was Katie gemeinsam mit Andrea McEwan geschrieben hat, beinhaltet. Den Abschluß von „Pictures“ bildet der Leonhard Cohen Song „In My Secret Life“. Katie über das fertige Album: „Ich bin sehr stolz auf ‚Pictures’. Es ist sozusagen der dritte Teil der Trilogie, in der Mike und ich als kreatives Team zusammengearbeitet haben. Wir bleiben unseren Schwerpunkten treu, auf die wir uns immer konzentriert haben – Texte und Melodien und emotionale Songs, die auf die Wurzeln des Songwritings zurückgreifen“.
Karten unter: http://www.kartenkiosk-bamberg.de/_static/vera_info.neo?veranstaltungid=3565
Foto: Kartenkiosk-Bamberg |